Freitag, 15. April 2011

Kenyanische Handynummer

Da wir nun also unsere Paesse nach Deutschland geschickt haben und noch ein bisschen in Kenya verweilen werden, habe ich mir eine kanyanische Nummer besorgt. Ich bin nun also unter folgender Nummer zu erreichen:

+254 787 292 616

Sonntag, 10. April 2011

Die ersten Komplikationen

Seit nun fast einer Woche befinden wir uns in Nairobi und somit auch in einer ganz anderen Klimazone. Nairobi liegt sehr hoch, weswegen es hier abends richtig kalt werden kann. Nun vestehe ich auch weswegen die Maasai diesen Ort “kalt” nannnten. Trotzdem ist es ein viel angenehmeres Klima als an der Kueste, an der man sich so fuehlt als wuerde man ununterbrochen nur schwitzen.

In Nairobi waren wir bisher vor allem damit beschaeftigt unseren weiteren Weg zu planen, was uns nach einigen Gespraechen mit verschiedenen Botschaften sehr frustrierte. Denn die Aethiopier koennen uns hier kein Visa ausstellen, weswegen es die einzige Moeglichkeit nach Aethiopien zu kommen waere, die Paesse nach Deutschland zu schicken, um dort ein Visa ausgestellt zu bekommen oder einzufliegen. Einzufliegen ist jedoch viel zu teuer. Deswegen dachten wir einfach in den Sued-Sudan einzureisen um von dort in den Norden Sudans zu gelangen. Da man mit dem 2 Moante gueltigen sudanesischen Visa sich jedoch nur zwei Wochen im Land aufhalten darf (muss man nicht verstehen) und wir es in dieser Zeit niemals bis nach Khartoum schaffen um eine Verlaengerung zu beantragen, faellt diese Variante wohl auch eher flach. Zudem kommt noch die unsichere politische Lage, da der Suedsudan ab Juli ein unabhaengiges Land sein moechte. So scheint es als waere unsere einzige Moeglichkeit nun unsere Paesse nach Deutschland zur Aethiopischen Botschaft zu schicken, um ein Visa zu erhalten, mit dem wir wie geplant auf dem Landweg nach Aethiopien einreisen koennen. Dies wuerde jedoch bedeutet, dass wir noch eine Weile in Kenya festhaengen.

Samstag, 26. März 2011

Die letzten Tage in Tansania - Kenya here we are!

Die letzten Tage nach meiner Abreise in Karatu spielte sich in Kreisen von Freunden ab. Nach Mto wa Mbu reiste ich mit Eli, einem Freund, in seinen Heimatort Marangu, das sich an den Haengen des Kilimanjaros befindet. Leider zeigte sich der Kilimanjaro nicht so richtig, aber tr6ot6zdem genoss ich diese Tage in dieser gruenen Umgebung. Nach Marangu fuhr ich am Sonntag direkt nach Dar es Salaam, wo ich ebenfalls bei einer Freundin unterkam. Nach kurzer Krankheit am Anfang meiner Reise musste ich dann am Mittwoch raus aus Tanzania. Es ging weiter nach Mombasa, wo ich mich mit Jacques traf. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass wir unsere Reise nun wirklich starten. Davor schien alles noch so unwirklich, da ich immer noch in Tanzania war, teils an bereits bekannte Orte und immer mit mir bekannten Leuten um mich rum. Nun hiess es Jacques, ich und das noch unbekannte Land Kenya. Auf den ersten Blick scheint Kenya jedoch nicht so anders als Tanzania zu sein und immer noch sprechen die Leute Kiswahili.
Nach einem stressigen Tag Mombasa entschieden wir uns direkt weiter nach Lamu zu fahren, um ein paar relaxte Tage am Strand zu verbringen. Lamu ist wie das Sansibar von Tanzania in Kenya, nur kleiner und nicht ganz so touristisch. Viele kleine Gaesschen und viele freilaufende Esel praegen das Bild der Altstadt. Bevor es weitergeht heisst es nun also erstmal Energie tanken!

Sonntag, 13. März 2011

Abschied nehmen - es geht los auf die Reise

Am Freitag war nun also mein letzter Arbeitstag. Die ganze Woche war geprägt von Vorbereitungen, Fertigtstellungen und Organisation. Freitag Abend gab es durch meine Organisation ein Abschiedsessen, das sehr emotional war. Da hiess es also bereits Abschied nehmen. Am Samstag schmiss ich eine Abschiedsparty bei mir zuhause - das zweite Mal Abschied nehmen. Und morgen geht es dann los. Wir wagen es wirklich uns auf die Reise zu machen.

Es ist fuer mich momentan unglaublich schwer Karatu und meine Freunde hinter mir zu lassen, weswegen die Vorfreude auf die Rückreise noch nicht ganz so ausgeprägt ist. Aber das wird sich ganz sicher noch ändern.

Nun bin ich also weg aus Karatu und in Zukunft werde ich mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr so oft ins Internet kommen. Ich werde dennoch versuchen euch auf dem Laufenden zu halten.

Das Leben in Afrika wird zum Reisen in Afrika!

Samstag, 5. März 2011

Mein Haus

Nachdem ich öfter die Nachfrage bekommen habe, doch mal ein Bild von mein Haus in meinen Blog reinzustellen, will ich dieser nun mal nachkommen, bevor ich gar nicht mehr darin wohne.
Das war also mein zu Hause für ein Jahr...

Mittwoch, 2. März 2011

Das Jahr neigt sich dem Ende zu

Nächste Woche Freitag wird mein letzter Arbeitstag bei KDA sein. Es ist unglaublich wie schnell dieses Jahr vorbei ging! Vor allem die zweite Hälfte meines Freiwilligenjahres verging wie im Flug. Es gab viel zu tun, ich bekam Besuch und gerade ist auch das Zwischenseminar der Ausreisegruppe nach mir zu Ende gegangen, das ich hier in Karatu organisiert habe. Nun bleiben mir noch anderthalb Wochen die noch stark von Arbeit geprägt sein werden, da es noch ein paar Sachen gibt, die fertig gestellt werden müssen bevor ich gehe. Es wird nicht leicht sein für mich Karatu zu verlassen, nachdem dieses kleine Städtchen für ein Jahr mein zu Hause war und ich auch viele Freunde hier gewonnen habe!

Nachdem ich Karatu verlassen werde, werde ich erstmal für ein paar Tage nach Mto wa Mbu gehen, um mich dort von Freunden zu verabschieden. Mit einem meiner Freunde werde ich danach sein Heimatort Marangu bei Moshi besuchen. Wenn ich Marangu verlasse, werde ich mich auch von der letzten Person, die mich hier ein Jahr begleitet hat, verabschieden müssen. Bevor ich komplett aus Tanzania verschwinden werde, werde ich noch ein Abstecher nach Dar es Salaam machen, wo ich meinen neuen Reisepass abholen muss.

Die erste Station nach Dar wird Mombasa in Kenia sein, wo ich mich dann mit Jacques treffen werde und unsere Rückreise beginnen wird. Natürlich sind wir uns im Klaren, dass die Situation in Nordafrika und Sudan unsere Rückreise nicht vereinfachen wird, aber wir werden schauen was kommt und wenn Nordafrika noch immer unruhig sein wird, werden wir versuchen auf anderem Wege Deutschland zu erreichen. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen. Wir werden ganz sicher wieder heile in Deutschland ankommen.
Ich hoffe auch auf Reisen manchmal die Chance (und vor allem eine stabile Internetverbindung) zu bekommen, um euch über unsere Reise auf dem Laufenden zu halten!

Die Reise geht los…

Samstag, 29. Januar 2011

Zeit der Besuche

Wieder einmal habe ich schon lange nichts mehr von mir hoeren lassen. In der letzten Zeit war sehr viel los und momentan bin ich mit meiner Mutter auf Sansibar. Ein Netbook habe ich dabei, da ich schon bald meine Arbeit hier beenden werde und daher noch einige Sachen fertig massen muss. Daher der Vorschlag meinen Chefs, das Netbook mitzunehmen und von hier aus zu arbeiten. Momentan arbeite ich an einer Anleitung, wie wir den Wasser Tank in Kambi ya Faru gebaut haben.

Kurz vor Weihnachten hatte ich ja mal kurz erwaehnt, dass ich mich zum Lake Tanganyika aufmache. Anfang Dezember kam mich Jacques aus Uganda besuchen. Leider musste ich unter der Woche arbeiten, weswegen wir nur das Wochenende in der Gegen um Karatu richtig ausnutzen konnten. Und das haben wir auch gemacht. Zusammen mit ein paar Freunden sind wir zum Lake Natron gehfahren und haben der Berg Gottes der Maasai, Ol Donyo Lengai, bestiegen. Ol Donyo Lengai ist ein noch immer aktiver Vulkan und ist das letzte mal 2007 ausgebrochen. Fuer mein Empfinden ist es der steilste Berg Tansanias, was auch sehr gut der Wahrheit entsprechen koennte. Nachts um Mitternacht ging die Besteigung los. Nicht wirklich ausgeruestet und nicht bedacht, wie kalt es dort oben sein koennte kletterten wir fuer ca 7 Stunden diesen niemals endenden Berg hoch. Ich weiss nicht was ich mir dabei gedacht habe, diesen Berg zu besteigen, aber ich war sehr stolz auf mich es gemeistert zu haben, nachdem zeitweilig manche meiner Freunde dachten, ich wuerde aufgeben. Leider haben wir auch oben ausser dem Rand des Kraters nichts gesehen, da es viel zu neblig war. An guten Tagen soll man einen schoenen Sonnenaufgang und auch den Kilimanjaro sehen, aber das blieb bei uns leider aus. Aber trotzdem hatten wir beim Runtersteigen eine unglaubliche Sicht auf die Ngororongoro Highlands, die Serengeti und natuerlich dem Lake Natron.

Bald darauf ging es dann los zum Lake Tanganyika und irgendwie klappte nichts so richtig wie wir es vorgenommen hatten. Die alte deutsche Faehre, die wir ab Kigoma bis ans Suedende des Sees nehmen wollten, fuhr ploetzlich nur noch 2 mal im Monat anstatt 4 mal, weswegen wir unsere Plaene etwas aendern mussten und die Strassen nehmen mussten. Trampen klappte leider nicht so gut und fast immer mussten wir zahlen. Da die Strassen auch nur Erdstrassen sind, kamen wir sehr langsam voran. Insgesamt sahen wir zwei mal den See. Einmal in Kigoma am Nordende und das andere Mal in Kasanga am Suedende. An beiden Orten verweilten wir einige Tage und genossen den See und Strand. Vor allem in Kigoma zelteten wir an einer unglaublich schoenen Bucht mit rotem Sandstrand. Sylvester und ein paar Tage laenger verbrachten wir dann in Dar es Salaam, bevor wir zusammen wieder zurueck nach Karatu gingen. Waehrend Jacques krank bei mir zuhause rumlag, musste ich wieder zurueck zur Arbeit.

Nichtmal eine Woche nachdem Jacques weg war, kam meine Mutter schon in Tansania an. Zweienhalb Wochen bleibt sie hier. Direkt am zweiten Tag gingen wir auf Safari in die Serengeti und in den Ngorongoro Crater. Die Serengeti war leider etwas regnerisch, dennoch sahen wir eigentlich alle Tiere die man gesehen haben muss. Und Unmengen von Gnus, soweit das Auge reichte. Die Migration haben wir also gesehen. Ich schlief die erste Nacht wie ein Stein, aber die anderen hoerten nachts Hyaenen schreien. Dabei sei zu erwaehnen, dass wir zelteten. In der zweiten Nacht uebernachten wir am Rand des Ngororongoro Kraters, wo nachts ploetzlich Bueffel auf dem Zeltplatz standen. Eine ziemlich ungewohnte Situation, aber wir wurden beruhigt, dass sie keine Zelte eintrampeln und auch nicht zu uns ans Lagerfeuer kommen wuerden. Ich sass dann noch etwas laenger als die anderen mit den Fahrern am Feuer und irgendwann waren die Bueffel unglaublich nahe, so dass es mir kurz doch etwas mulmig wurde. Aber sie interessierten sich eher fuer das leckere Gras.

Auch sonst wurde meine Mutter unglaublich lieb von meinen Freunden hier aufgenommen. Familie ist hier eben doch etwas sehr besonderes und alle wollten sie kennen lernen. In Mto wa Mbu wurde sie von Eli und seiner Familie auch zu einem riesigen Essen eingeladen, wo auch meiner anderen Freunde von Mto wa Mbu kamen. Davon war ich sogar ueberwaeltigt. Danach ging es weiter nach Dar es Salaam, wo ich endlich meinem Zweitpass fuer meine Rueckreise beantragt habe (ich habe einen israelischen Stempel in meinem Pass, der mir spaetestens im Sudan ganz sicher Probleme machen koennte). Fuer alle die es noch nicht wissen,- ja ich reise nun wirklich ueber Land zurueck nach Deutschland. Der Plan ist ca. 4-6 Monate unterwegs zu sein, d.h spaetstens Ende September sollte ich wieder in Deutschland sein. Zurueck zu Dar – nach einer Nacht und der erfolgreichen Beantragung meines Zweitpasses nahmen wir die Fahere nach Sansibar, die ich dieses Mal ohne Kotzgefuehl uberstanden habe. Zwei Naechte verbrachten wir in Stone Town, machten auch eine Gewuerztour mit, und seit Mittwoch befinden wir uns jetzt am Strand in Paje. Am Sonntag fliegt meine Mama zurueck und ich hoffe noch eine weiter Nacht in Stone Town zu verbringen, bevor ich mich wieder auf die Heimreise mache.